Ladendiebstahl ist weitverbreitet und wird demnach sehr häufig begangen.
Gerade die Inventurdifferenzen gehen zur Hälfte auf diebische Kunden zurück, was sich nicht gut auf den Laden auswirkt.
Neben den technischen Mitteln gibt es so, auch aufmerksame Mitarbeiter oder einen Ladendetektiv, der sich darum kümmert.
Doch worum handelt es sich bei diesem überhaupt? Und was darf er machen?

Darum handelt es sich bei einem Ladendetektiv



Wie der Name schon sagt, hält sich dieser Detektiv hauptsächlich in Kaufhäusern und Supermärkten auf.
Dort überwacht er das Geschehen, entweder über Kamera oder er mischt sich unter die Kunden.
Er überwacht also, was in den Geschäften so vor sich geht und falls ein Besucher, etwas Strafanfälliges begeht wie Diebstahl, ist er derjenige, der entsprechend eingreifen sollte.
Demnach brauchen diese Detektive ein geschultes Auge, um zu erkennen, wenn etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Der Beweis zählt

Bevor der Detektiv zu härteren Maßnahmen greift, sollte er den Diebstahl oder Ähnliches beweisen können.
Benimmt sich ein Kunde auffällig, schaut sich mehrfach um, während er vorm Regal steht, dann könnte es tatsächlich ein Dieb sein.
Dennoch lässt sich dies nicht automatisch gleich beweisen, denn es sollte darauf gewartet werden, bis der Kunde die Ware tatsächlich an sich nimmt und einsteckt.
Das kann schon durch das Verbergen unter der Jacke bzw. Kleidung der Fall sein. Dann ist nämlich davon auszugehen, dass er nicht vor hat, die Ware tatsächlich zu bezahlen.
Der Detektiv muss also nicht einmal warten bis der Kunde mit der Ware an der Kasse ist.
Er kann schon ab dem Punkt eingreifen, wo der Kunde etwas unbefugt in seine Tasche steckt.
Als Beweislage ist es jedoch, dann eindeutig, wenn der Kunde ohne zu zahlen mit der Ware abhauen will.
Noch wichtig ist, den Kunden auch sachlich und ruhig darauf anzusprechen.
“Diebstahl” sollte niemals in einem Satz verwendet werden, denn der ehrliche Kunde, könnte dadurch bloß gestellt werden, wenn er nur versehentlich angesprochen worden ist.
Zeigt der Kunde daraufhin Einsicht und gibt die Ware zurück, dann kann er damit, auch nicht in die Verwaltungsräume gezwungen werden.

Wie sieht es mit Leibesvisitation und vorläufiger Festnahme aus?



Eine Leibesvisitation ist nicht erlaubt, nur wenn sich der Kunde wehrt, dann kann zur Selbsthilfe gegriffen werden. Besonders, wenn nicht anders an die Ware gekommen wird.
Alles weitere wie körperliche Durchsuchungen dürfen nur von der Polizei angewandt werden. Eine Taschenkontrolle ist tatsächlich nur mit dem Einverständnis des Kunden vom Doorman erlaubt.
Über weitergehende Rechte verfügt er auch nicht, da der Doorman keine Amtsperson ist.
Nichtsdestotrotz ist eine Festnahme möglich und auch gar nicht auszuschließen. Es kann nämlich sein, dass der Dieb nicht mitkommen möchte oder sich stark gegen einen Versuch ihn mit in die Verwaltungsräume zu bringen, wehrt.
Gleiches gilt auch für flüchten, dann gilt nämlich der § 127 Strafprozessordnung.
Dem Betroffenen muss ausdrücklich gesagt werden, dass er vorläufig festgenommen ist und ebenso sollte der Grund dafür angegeben werden.
Zusätzlich darf die Polizei nicht fehlen, vor allem dann, wenn mehr als einer hinter der gleichen Tat steckt.
Genauso ist es, wenn der Wert des gestohlenen Gutes sehr hoch ausfällt und damit für den Laden eine große Einbuße darstellt.
Wenn es allerdings unter 14-jährige sind, die gestohlen haben, dann ist es eher umstritten, ob sie tatsächlich vorläufig festgenommen werden können.
Viel wichtiger ist es herauszufinden, wo sie wohnen und wer ihre Eltern sind, um dann alles Weitere klären zu können.